Tiefenrauschen oder woher die blutigen Striemen am Schulterblatt stammen

Eisige Kälte begrüßt den Sonntag und lässt das Quecksilber im Thermometer nur bis zur Acht klettern. Unterhalb der Null. Eigentlich kein Badewetter. Trotzdem warfen sich 11 Mutige im Namen Neptuns mit prall gefüllten Lungen in die Fluten des Haunstettener Hallenbades. Es ist der 27. Januar, der zweite Spieltag der Unterwasserrugby-Landesliga Bayern.

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Nach dem ersten Spieltag in Würzburg wechselte der Heimvorteil nun nach Augsburg. Schon in der Mainfrankenmetropole hatte sich ein klares Bild der Ligasaison 2012/2013 abgezeichnet: Während die Bundesliga-Absteiger aus Würzburg und die zweite Garde der Deutschen Meister aus Bamberg um den ersten Tabellenplatz streiten, drängen die kraftvollen Ottobrunner aus dem Mittelfeld nach vorne. Den unerfahrenen Spielern aus Augsburg fehlen sowohl die Kondition als auch die Ordnung um ernsthaft mitzuhalten. Wie die Schwaben schnuppert auch Geretsried zum ersten Mal Landesligaluft und spielt abgeschlagen am unteren Ende der Tabelle. Wird eine Mannschaft an diesem zweiten Spieltag für eine Überraschung gut sein?

Erwartungsgemäßer Sieg für Ottobrunn
Die erste Begegnung verlief erwartungsgemäß eindeutig: Die Spieler aus Ottobrunn waren den Liganeulingen aus Geretsried nicht nur körperlich überlegen; die abgeklärten Ottobrunner ließen schlussendlich nur ein Gegentor zu. Das Resultat wurde bei 11:1 für Ottobrunn eingefroren. Eingefroren deshalb, weil das UWR Regelwerk keine größere Tordifferenz als zehn zulässt.

Starke erste Halbzeit Augsburgs gegen Favorit Würzburg
Beim zweiten Spiel standen sich erneut zwei ungleiche Mannschaften gegenüber: Augsburg stellte sich den starken Würzburgern. Anfangs schlugen sich die Schwaben erstaunlich gut, sie verhinderten erfolgreich mehrere aggressive Torangriffe der Franken und übten vorne erheblichen Druck aus. Gegen Ende der der ersten Halbzeit, beim vielsprechenden Zwischenstand  von 3:1 für Würzburg, passierte einem Augsburger jedoch ein Missgeschick: Sein Wechselfehler warf die Augsburger aus dem Konzept. In Unterzahl kassierten sie von den abgebrühten Würzburgern Lehrgeld und damit eigentlich unnötige Tore. In der zweiten Halbzeit fanden die Ausrichter des zweiten Spieltages nicht mehr recht ins Spiel, erzielten zwar noch ein Anschlusstor, mussten die Partie aber schlussendlich und trotz guter Leistung mit 8:2 an die Würzburger abgeben.

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Bamberg und Würzburg deklassieren ihre Gegner
Die beiden Spiele Bamberg gegen Ottobrunn und Würzburg gegen Geretsried boten keine Überraschungen: Bamberg deklassierte Ottobrunn mit 10:0. Mit dem gleichen Ergebnis verloren die Geretsrieder gegen Würzburg.

Überraschend spannend: Ottobrunn gegen Augsburg
Nach den Erfahrungen aus dem ersten Spieltag standen für die Schwaben die Chancen im vorletzten Spiel des Tages schlecht. Doch den gegnerischen Ottobrunnern steckten schon zwei Spiele in den Knochen und die Augsburger waren zu Allem bereit.

Das Spiel war weniger von Taktik, als vielmehr von körperlichem  Einsatz geprägt. Harte Kämpfe um den Ball verhinderten ein hohes Ergebnis zum Ende der ersten Halbzeit, sodass sich die Mannschaften bei 3:1 zur Halbzeitpause trennten. Kurz nach dem Hupsignal zum Start der zweiten Hälfte gelang den Augsburgern der Anschlusstreffer zum 2:3 – hoffnungsvoll tauchte die Heimmannschaft in die Schlussphase des Spiels ein. Leider vergeblich. Schlussendlich zeigten die Augsburg zu wenig taktische Finesse; obwohl sie sich erbittert in Richtung des Ottobrunner Korbes warfen, gelang ihnen der Abschluss nicht. So mussten sich die Schwaben den Ottobrunnern letztendlich mit 3:5 geschlagen geben.

Beim letzten Spiel des Tages sahen die Geretsrieder kein Land gegen Bamberg. Endstand 10:0 für Bamberg.

In der Rückschau war der zweite Spieltag der bayerischen UWR Landesliga erfolgreich. Die Organisation war ausgezeichnet und die Stimmung war durchweg gut. Außerdem kann das Team Unterwasserrugby Augsburg mit seiner Leistung zufrieden sein: Sie haben dem haushohen Favoriten Würzburg eine harte Halbzeit beschert und den Ottobrunnern ein wahrlich spannendes, ausgeglichenes Spiel abgerungen.

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Amerikanische Träumer am felsscharfen Abgrund

BARACK Obama, und selbst die Führung der politischen Gegenseite schaffen es einfach nicht, den Reichen höhere, gerechtere Steuern abzuringen. Dabei geht es gar nicht ums Geld; es geht eher darum, dass die individuelle Selbstbestimmung in Amerika unabänderlich ist. Und in diesem Sinne ist die Fiskalklippe nicht die einzige Untiefe in den Gewässern zwischen New York und Los Angeles.

Klippe auf Formentera

Der Umgang mit Waffen ist so ein spitzer Fels, der den ohnehin brüchigen Rumpf Amerikas aufreißen könnte.

Einerseits wird den Amerikanern durch furchtbare Ereignisse klar gemacht, wie tödlich Feuerwaffen im privaten Besitz sind. In keinem anderen, ähnlich hoch entwickelten Land sterben so viele Menschen durch Pistolen und Gewehre. Amerikanische Bürger, darunter Familienväter, Hausfrauen, Studenten und Verbrecher besitzen etwa 300 Millionen Handfeuerwaffen, 30.000 Amerikaner sterben jährlich durch Schusswaffen.

Wie zynisch muss ein Lobbyist in Amerika sein, wenn er mit ernster Miene auch bei denen für mehr Waffen an Schulen wirbt, die gerade ihre Liebsten im Kugelhagel eines verstörten Sohns einer Waffennärrin für immer verloren haben?

Wahrscheinlich ist der NRA Sprecher gar nicht so zynisch. Sicher, er wird von einer Arbeit gebenden Industrie bezahlt, die  fragwürdige Dinge herstellt. Der Lobbyist ist aber auch ein US Bürger, der Angst um sein Ich hat: Der  Traum vom individuellen Glück wurzelt im Amerikanischen Erbgut wie ein Pilz, den ein Baum zum Überleben braucht. Wer die absolute Verteidigung diesen Traum einschränkt, greift die Amerikanische Identität als solches an. So ein Vorhaben ist sehr sehr schwer politisch und gesellschaftlich vermittelbar. Das spürt Barack Obama im Moment.

Im Kino spielt „the american dream“ derzeit auch wieder eine größere Rolle: In „killing them softly“ versuchen zwei Männer, die aus dem Keller der Gesellschaft  kommen, Ihres eigenen Glückes Schmied zu sein. Sie scheitern kläglich, der Filmtitel deutet an, wie sehr ihr Traum versagt. „beasts of the southern wild“ handelt auch von Selbstbestimmung. Dieses Mal in der Gestalt eines jungen Mädchens, die in ihrem Traum aufgeht, weil die Realität nur noch ein südstaatliches Amerika bietet, das, von Hurrikanes gebeutelt,  materiell und sozial in in Schutt und Asche liegt. Der Film ist übrigens sehr positiv.

Pressekonferenz der National Rifle Association (NRA) vom 21.12.2012 zu den Ereignissen in Newtown.

Unten versucht erst ein US Bürger privaten Waffenbesitz mit der Unabhängigkeitserklärung zu verteidigen. Das Video verdeutlicht sehr gut, was ich oben beschrieben habe, erfordert aber etwas Geduld mit dem Mann. Zum Schluss gibt es noch den Trailer zum bestimmt wunderbaren „beasts of the southern wild“ (2012).

Geweihter Finger am Abzug zum Mond in Augsburg

Drinnen spielen Sedna & Make Make den vierten von vier Songs,  draußen atmet die Schlange  heißen Atem in die Novemberkälte. Endlich im Warmen klingt die Band gut und macht Lust auf das erste Album, das bald erscheint. Die drei Sednas kündigen noch ihre zwei folgenden Auftritte in München und Augsburg an – Pause.

Sedna & MAkeMake unterstützen England und Belgien auf ihrem Auswärtsspiel in der Augsburger Musikkantine

Jetzt London. Von dort sind Vier ins Schwabenland gereist, um gepflegten Lärm zu machen. Eine Prise Queens of the Stone Age, einen Hauch System of a Down und ja, ein Quentchen Rage against the Machine fügt Antlered Man mit fettem Bass und zerbrechlicher Stimme zu einem melting pot rock zusammen, der Spaß macht.

Ein Antlered Man ohne Geweih aber mit viel Herz.

Und die ganzen Leute hier in der Kantine sind nicht wegen den jungen Lokalhelden Sedna & MakeMake oder den weitgehend unbekannten, weil erst gegründeten Antlered Man hergekommen? Nein. Da ist ja noch etwas Älteres, gut Abgehangenes, mit allen Wassern Gewaschenes.

Bekannt hat sie ein Cover von Lykke Li gemacht. Damit sind sie gleich in mehreren Ländern auf Platz Eins der Charts gelandet. Triggerfinger kann, wenn es das Marketing verlangt also auch Pop gefühlvoll säuseln, doch eigentlich sind sie woanders verortet.

Blues oder Desert Rock passt besser zu den drei Herren aus Antwerpen. Nicht umsonst nahm ihr erstes Studioalbum Greg Gordon in den Soundcity Studios auf. Er ist bezeichnenderweise auch für die Produktion von Wolfmother, Soulwax oder Slayer verantwortlich.

Triggerfinger macht der Kantine Dampf.

Bereits 1998 gegründet, merkt man der Kapelle ihre Erfahrung an: Jeder der Drei erfüllt die Bühne mit seiner Präsenz, alle haben dem Publikum eine Menge mitzugeben. Das Spektrum von Triggerfinger reicht von besagter Lykke Li bi hin zu Ray Charles. Die Beiden markieren quasi die Musikpole der Flämen; dazwischen gedenken sie den Masters of Reality, Kyuss, ebenfalls den Queens of the Stone Age und man hört noch viele Einflüsse mehr in den zwei Stunden Spielzeit.

Drei mal feister Rock in der Musikkantine, mit lokalen und internationalen Spielmeistern – das hat leider Seltenheitswert in Augsburg. Und lässt wehmütig an Kyuss erinnern, dessen Sänger John Garcia auch schon dort stand, wo sie Sedna & Make Make, Antlered Man und Triggerfinger am letzten Samstag nicht nur einmal zitiert wurden.

Links:
http://www.sednaandmakemake.com/samm/News.html

http://www.antleredman.co.uk/#/

http://www.triggerfinger.net/home

Bildrechte:
Alle Fotos von mir.

Das Bild der Woche. Wasser sieht darin s

Das Bild der Woche. Wasser sieht darin so wichtig aus, wie es uns eigentlich sein sollte. http://ow.ly/aQ9pz

Alte Männer gar nicht müde?

„The feeling of a guy in the First World War who’s just about to run out the trenches… and he knows his life is going to be gone in ten minutes and he thinks of that fucker back in Westminster who put him in that position. That’s the feeling that we’re trying to project… the Killing Joke.“

1 Augenabgründe auf weißer Tünche

München, Backstage: Mit stampfendem Metal und einem ebenso stampfendem Frontmann startet die Reise zu den Anfängen des Postpunk: Ein greiser stark geschminkter Mann besteigt die Bühne. Bringt’s der überhaupt noch? Wir sind schließlich nicht zum Rumstehen hier. Jaz Coleman ist 52, sieht aus wie Mitte sechzig, besitzt aber die Energie eines Jungen. Es wird ein Dauermarschkonzert durch die Achtziger Jahre: Punk, Metal, Industrial, Wave.

130 Minuten und zwei Zugaben später wissen wir: Killing Joke sind Post Punk Pur: Komplexe Texte, Synthi-Strecken, schiebendes Schlagzeug und Bass. Und es hat richtig Spaß gemacht, auch weil die Band so ein wahnsinniges Tempo vorgelegt habt. Völlig erschöpft lässt sich gut darüber nachdenken, was Killing Joke überhaupt ausmacht.

Der einflussreiche britische Radionjournalist John Peel bekannte sich als Killing Joke Fan und förderte so den Erfolg der fünfköpfigen Rockband. Ab 1979 beeinflusste sie maßgeblich die alternative Musikszene und waren mit einigen weiteren Bands wie The Cure, Joy Division oder Gang of four ein Mitbegründer des Post Punk. Post Punk entstand Ende der Siebziger Jahre als kritische Reaktion auf die vielen pessimistischen, perspektivlosen und unpolitischen Punk Bands. Die Musik des Postpunk ist politisch und progressiv. Elemente des (Dark) Wave wurden ebenso wie Funk oder Blues in den Punk integriert. Nirvana, Soundgarden, oder Sonic Youth übernahmen das gleiche Prinzip, ein Jahrzehnt später, im Crossover bzw. Alternative Rock an.

Der Facebook-Benutzte oder warum soziale Medien soziale Kontrolle brauchen

Soziale Medien werden einerseits von Unternehmen gesteuert, erfüllen aber andererseits die Aufgaben einer gesellschaftlichen Institution.

Andere Institutionen gleicher Art sind Post oder Telefonanbieter. Beide sind bis zu einem gewissen Grad gesetzlich reguliert. Soziale Medien sind dagegen frei fast jedweder Kontrolle.

Soziale Datenkrake
Wieder und wieder beschweren sich Benutzer vergeblich über die Datensammelwut von Facebook. Neuerdings verpflichtet das globalisierteste aller sozialen Netzwerke seine Nutzer sogar dazu, die sogenannte „timeline“ zu nutzen; auch Chronik genannt, ordnet sie die Aktivitäten, Ortsangaben, Fotos und alle anderen Inhalte des Benutzers zeitlich ein. Sie erzeugt und speichert damit ein chronologisches Bewegungs- und Handlungsmuster jedes Registrierten. Man muss kein Hellseher sein, um das gewaltige Marketingpotential solcher Muster zu sehen.

Mark Zuckerberg ist aber nicht der einzige Böse, auch google baut seine Dienste insoweit aus, dass mehr und konkretere Daten des Nutzers gespeichert werden können.

Der Staat kann uns nicht helfen
Sollte uns der Staat vor solchen Datenkraken schützen? Er hat schließlich alle nötigen Werkzeuge. In Deutschland werden unsere Daten beispielsweise dank des Einsatzes des Bundesverfassungsgerichts besser geschützt als in vielen anderen Ländern.

Doch leider nützt eine deutsche Regelung im globalen Kontext wenig: Die Europäische Union möchte per EU Verordnung den Datenschutz europaweit vereinheitlichen und Europäisches Recht bricht nun einmal deutsches Recht; im Endeffekt wird es mit einer EU-weiten Regelung für den Einzelnen viel schwerer, seinen persönlichen Datenschutz einzuklagen, weil es verfahrensmäßig viel schwerer ist, im Streitfall den Europäischen Gerichtshof anzurufen, als ein deutsches Gericht.

Das amerikanische CIA sucht nach einer social media app, um Ereignisse, Krisen und Nachrichten in den sozialen Netzwerken verfolgen zu können.

Twitter prüft neuerdings die Kurznachrichten seiner Nutzer, ob die Inhalte gesetzestreu sind. Wird beispielsweise in einem tweet der Holocaust geleugnet, erscheint er in Deutschland nicht.

Die Unternehmen werden uns nicht helfen
Vielleicht können die Unternehmen ja selbst für mehr Datenschutz eintreten. Sie nehmen schließlich globalen Einfluss, ihre Entscheidungen machen im Gegensatz staatlicher Regeln nicht an den Ländergrenzen Halt. Aber bedeutet das im Umkehrschluss nicht das Aus für oppositionelle oder gar revolutionäre Bewegungen im Netz? Die Betreiber der sozialen Medien können ja keine eigenen Gesetze erfinden, sondern griffen auf die jeweiligen nationalen Gesetzesrahmen zurück. Autoritäre Gesetze zögen in diesem Fall auch autoritäre Kontrolle der sozialen Netzwerke nach sich.

Abgesehen davon ist es unwahrscheinlich, dass sich die Unternehmen selbst in ihrem Handlungsspielraum beschneiden. Schließlich bedeuten mehr Daten auch mehr kommerziellen Erfolg.

Dann müssen wir uns ermächtigen?
Unterm Strich scheiden Unternehmen und Staaten als Datenschützer aus. Es bleiben die Nutzer.Wie könnte die Netzgesellschaft die Macht über ihre Identität zurückerhalten?

Bodi Bill bringt Berlin nach Augsburg

Fabian Fenk (Bodi Bill) überrascht mit neuem Sound aus der Großstadt.

Die Berliner Techno-Folk-Combo Bodi Bill ist Ehrengast auf dem Modular Festival in Augsburg. Es ist eine Ehre die Band live sehen zu können.

Sie vermischen erfolgreich klassische, hochtönige Gesänge mit treibenden Beats und Synthiklängen. Die Augsburger scheinen das zu mögen, tanzen wie gewohnt verhalten.

Bis der Beat einsetzt, denn kann sich niemand mehr verschließen. Und das Schwarze Schaf kocht.

Die Band gibt nicht so schnell Ruhe, spielt ausdauernd und bringt Songs, bei denen das Tanzbein nicht gleich mitschwingt, weil der Takt nicht zu passen scheint. Zumindest nicht von Anfang an.

Die Feuersteins zünden ein Feuerwerk der Beats.

Lange dauert es nicht, bis jeder die Titelmelodie der Feuersteins erkennt. Ungewöhnlich nur, dass der Sänger nun aus styroporenem Stein scheint.

Viel zu schnell, trotz Zugabe, ist der Auftritt vorbei, und der übliche Sound legt sich über Augsburg. Wir freuen uns wieder auf Abwechslung.

Mitarbeiterinhalte prägen Marke

Employee Generated Content – ein wertvolles, weil authentisches Werkzeug zur Markenbildung.

Wenn Mitarbeiter Inhalte selbständig erzeugen, stärkt das die Marke.

Schreibt die Marketing-, Kommunikations- oder Personalabteilung über ein Thema im Unternehmen, entsteht bestenfalls ein geschliffener Text, der die Marke in Wortwahl und Sprache widerspiegelt. Das ist gut so, denn die Zeilen passen gut in Stellen- und Werbeanzeigen oder ins Unternehmensporträt. Dies allein genügt aber nicht mehr.

Beim potentiellen Kunden oder Bewerber, der sich bereits mit dem Unternehmen und seinen Produkten auseinandergesetzt hat, trifft eher der lebensnahe Augenzeugenbericht des Mitarbeiters, als die prägnanten Worthülsen der professionellen Texter ins Schwarze.

Aktivierung, Beschleunigung und Aufwertung von Mitarbeiterinhalten
 Der Zugang zu globalen, digitalen Netzwerken hat die globale Mund-zu-Mund-Propaganda erst ermöglicht und durch Foren, XING und Co. enorm beschleunigt. Kontakte können weltweit in Windeseile geknüpft werden. Sekundenschnell entstehen digitale Freundschaften und Geschäftskontakte über geographische und kulturelle Grenzen hinweg.

Gleichzeitig hat das Empfehlungsmarketing durch Mitarbeiter an Bedeutung gewonnen, weil die Menschen Ihren Freunden oder Vertrauten eher glauben, als den vollmundigen Versprechen der Unternehmen. Letztere haben zu oft die Erwartungen der Verbraucher und Jobsuchenden enttäuscht. Wie desaströs die ERGO Kampagne aufgrund der Schwimmbad-Exzesse der Mitarbeiter der Hamburg Mannheimer verlief, ist vielleicht kein schönes, aber sehr anschauliches Beispiel. Beiträge von Mitarbeitern sind spontan, authentisch und deshalb sympathischer als ausgefeilte Wortwüsten.

Wir befinden uns also in einem Zeitalter, in dem aus Angestellten „Beziehungsarbeiter“ geworden sind. Deren Aussagen in Ihrem beruflichen und privaten Netzwerk prägen das Bild und damit die Marke eines Unternehmens. Aus Mitarbeitern sind Markenbotschafter geworden. Sie müssen aber nachhaltig dazu ermutigt werden, Employee Generated Content (EGC) zu erzeugen!

Hey, das ist neu: GRAUgsburg

Im Provokationsraum gab’s am vergangenen Freitag anonyme Straßenkunst zu bestaunen. Dazu, na ja, Reggeae vom Sofa: „Augsburg ist Graugsburg, dabei haben die Graffiti die Wände so schön gewärmt.“ Berlin ist übrigens im Folgenden bunt 😉

Vor etwa sechs Jahren zwischen JVA und Prinz Karl Palais.

Hunde mögen auch Straßen(kunst).

Spielecke

Kosmopolinaut

In Augsburg geht es auch alternativ.

Warum fällt das eigentlich nur den Nicht-Enscheidern auf?

Okay, da waren die Farben so schön. Das ist Augsburg.

Blut auf dem Tanzboden.

Ein Kesselhaus Buntes

i'll be back.

I got a feeling: it's automatic.

Deine Haare sind Schweinehaare.

Kesselfleischwurst.

VERappleUNG

Türkisisches